• Sven Piper

Olympische Spiele in der Antike

Aktualisiert: 15. Sept 2019


Alle vier Jahre zog es tausende von Besuchern in der Antike in einen abgelegenen Teil der Peloponnes, genauer gesagt nach Olympia, dem Geburtsort der Olympischen Spiele.


Doch Olympia hatte auch noch andere Sehenswürdigkeiten zu bieten, so stand hier einst die Statue des Zeus, eines der 7 Weltwunder der Antike, das leider heute nicht mehr existiert.


Die Spiele wurde um 776 v. Chr. eingeführt und dauerten damals fünf Tage. Den Siegern wurde vor dem Tempel des Zeus ein Olivenzweig überreicht und zuvor hatten die Athleten die Möglichkeit ein Brandopfer am großen Altar des Zeus zu hinterlegen, dessen Asche heilig war und im Laufe der Jahre gigantische Ausmaße annahm.


"The Winner Takes It All"


Die athletischen Wettkämpfe wurde mit der Zeit das Mekka der besten Läufer, Fünfkämpfer, Ringer, Boxer und Wagenlenker. Wer hier einmal gewonnen hatte, brauchte sich um sein weiteres Wohlergehen keine Sorgen zu machen, die Heimatstädte überhäuften ihren "Helden" mit Ehrungen und Geschenken. Dabei war es nicht unüblich eine Bronzestatue des Athleten mit einer Innenschrift zu erstellen. Jedoch gab es in der Antike nur für den ersten Platz diese Privilegien, eine "Silber- bzw. Bronzemedaille" für den zweit- und drittplatzierten gab es damals noch nicht, stattdessen wurden die Verlierer verspottet.


Über den Ursprung der Olympischen Spiele ranken sich mehrere Mythen. Die bekannteste ist die um den Helden Herakles und seiner berühmten zwölf Taten, so soll er unter anderem den Nemeischen Löwen besiegt haben. Doch auch der Namensgeber der Peloponnes Pelops wird als Begründer diskutiert.


Doch auch schon damals gab es Schattenseiten bei den Spielen, so ist überliefert, dass der Thessalier Eupolos versucht hat, seinen Kontrahenten zu bestehlen und zur Strafe kleine Zeusfiguren aus Bronze finanzieren musste, die von seiner Schmach berichteten. Übrigens standen die antiken Olympischen Spiele nicht unter dem Motto "Dabei sein ist alles" sondern eher unter "Sieg oder Tod".


Neben den Wettkämpfen im Stadion wurden die Wagen- und Pferderennen im Hippodrom ausgetragen. Übrigens waren damals bis zu 45.000 Zuschauer dabei, darunter auch verfeindete Stämme, doch da alle Zuschauer zuvor ihre Waffen abgeben mussten und Spartaner dies überwachten, kam es nur im Stadion zu blutigen Mann gegen Mann kämpfen, denn Frauen waren damals nicht unter den Athleten zugelassen.


Verboten wurden die Spiele erst durch den römischen Kaiser Theodosius II, der für die heidnischen Spiele nichts übrig hatte, obwohl auch die Römer lange Zeit von den Spielen begeistert waren.

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© 2019 astris

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