• Sven Piper

Nikolaus Kopernikus

Aktualisiert: 24. März 2019



Nikolaus Kopernikus war ein polnischer Astronom und nach ihm ist das Kopernikanische Weltbild benannt, das auch als Heliozentrisches Weltbild bekannt ist. Es beinhaltet, dass nicht mehr die Erde als Mittelpunkt des Universums anzusehen ist (wie es noch das Ptolemäische Weltbild vertrat), sondern die Erde zu den Planeten zählt, die um die Sonne kreisen.


Ihm verdanken wir also eine echte Revolution auf dem Gebiet der Astronomie und sein Werk beeinflusste zahlreiche andere Astronomen zu ihren Entdeckungen. Wie zum Beispiel die von Johannes Kepler oder Isaac Newton und inspirierte darüber hinaus Schriftsteller wie Goethe. Und das zu einer Zeit, in der die römisch-katholische Kirche das Ptolemäische Weltbild verteidigte und anders Denkende als Ketzer brandmarkte und nicht selten zum Tode verurteilte oder anderweitig bestrafte, wie das Verfahren gegen Galileo Galilei zeigt.


Und dabei war Kopernikus noch mit zahlreichen anderen Aufgaben wie Arzt, Mathematiker, Jurist und Administrator beschäftigt und ging der Astronomie hauptsächlich als „Hobby“ nach.

"Die Erde ist nur einer der um die Sonne kreisenden Planeten."

Geboren wurde Kopernikus am 19. Februar 1473 in Thorn und gestorben ist er am 24. Mai 1543 in Frauenburg. Sein Studium, während dessen er zur lateinischen Schreibweise „Copernicus“ wechselte, absolvierte er von 1491-1494 an der Universität Krakau, besuchte aber auch juristische (1496) und astronomische Vorlesungen in Bologna und studierte eine Mondfinsternis 1500 in Rom. Außerdem lernte er in Padua und in Ferrara, wo er einen juristischen Doktortitel erhielt und später reformierte er das preußische Münzwesen.


Obwohl sein Vater ein wohlhabender Kupferhändler und Regierungsbeamter war, starb dieser als Kopernikus gerade einmal 10 Jahre alt war. Deswegen ermöglichte ihm sein Onkel, der Bischof Watzenrode, die akademische Ausbildung.


Heute weiß man, das Kopernikus durch den griechischen Astronom und Mathematiker Aristarchos von Samos (310-230 v. Chr.) beeinflusst wurde, der schon Jahrhunderte zuvor das Heliozentrische Weltbild vertrat.


Veröffentlicht wurde seine Theorie im Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium (Von den Bewegungen der Himmelskörper) 1543.


Das Kopernikanisches Weltbild beinhaltet:

  • Nicht alle Himmelskreise besitzen denselben Mittelpunkt.

  • Der Erdmittelpunkt ist lediglich Mittelpunkt der Mondbahn, nicht aber Mittelpunkt des Weltalls.

  • Im Mittelpunkt des Weltalls steht die Sonne. Um sie bewegen sich die Planeten einschließlich der Erde.

  • Die Bewegung des Himmelsgewölbes findet nur scheinbar statt; sie ist nur eine Folge der Bewegung der Erde um ihre Achse.

  • Die Bewegung der Sonne unter den Sternen findet nur scheinbar statt; sie ist eine Folge der Bewegung der Erde um die Sonne.

  • Das Verhältnis der Entfernung Erde-Sonne ist verschwindend klein im Verhältnis zur Entfernung der Fixsternsphäre, dies hat zur Folge, dass sich die Fixsterne scheinbar nicht bewegen.

Anmerkung: Mehr zu diesem Thema erfahren sie in meinem Buch "Exoplaneten - Die Suche nach einer zweiten Erde", im Kapitel "Die Geschichte der Astronomie".


#Physik

from Sven Piper

© 2019 astris

  • LinkedIn App Icon
  • Instagram
  • YouTube Social Icon
  • Twitter App Icon
  • Facebook App Icon
  • Vimeo Social Icon